Menton: Die Perle der Côte d'Azur – Ein Tag zwischen Zitronengärten, Altstadt & Meer
Menton ist die südlichste Stadt der Côte d’Azur und ein Geheimtipp für alle, die mediterranes Flair, kulinarische Highlights und atemberaubende Natur erleben wollen.

Menton – allein der Name klingt wie eine Mischung aus südfranzösischem Charme und italienischer Leichtigkeit. Diese kleine Stadt an der Côte d’Azur, nahe der italienischen Grenze, ist bekannt für ihre pastellfarbenen Häuser, üppigen Zitronengärten und ein einzigartiges Mikroklima, das die mediterrane Vegetation in voller Pracht erstrahlen lässt. Mein Tag in Menton war eine Mischung aus entspanntem Erkunden, kulinarischen Highlights und wunderschönen Ausblicken.
Ankunft & Erster Eindruck
Schon bei der Ankunft in der Stadtmitte fühlte sich Menton anders an als andere Orte an der Côte d'Azur. Während Nizza und Monaco oft hektisch wirken, war hier eine ganz andere, entspannte Atmosphäre spürbar. Ich parkte mein Auto nahe der Altstadt und spürte sofort den warmen, aber angenehmen Küstenwind, der durch die engen Straßen wehte. Überall roch es nach frischen Zitronen, salziger Meeresluft und mediterranen Kräutern.
Spaziergang durch die Zitronengärten
Mein erster Halt führte mich in die berühmten Gärten von Menton. Hier wächst, wofür die Stadt berühmt ist: Zitronen in allen Formen und Farben. Ich schlenderte durch den Jardin Maria Serena, wo sich hohe Palmen mit leuchtend gelben Zitronenbäumen abwechselten. Die schmalen Wege waren von duftenden Blumen gesäumt, während kleine Bänke zum Verweilen einluden. Im Jardin du Palais Carnolès konnte ich seltene Zitrusfrüchte sehen, die ich zuvor noch nie in meinem Leben gesehen hatte. Die Kombination aus Farben, Düften und dem sanften Rauschen der Blätter machte den Spaziergang zu einem echten Highlight.
Entspannung am türkisblauen Meer
Nach dem ruhigen Spaziergang zog es mich ans Meer. Mentons Strände sind bekannt für ihr außergewöhnlich klares Wasser. Zwar handelt es sich überwiegend um Kiesstrände, doch das tat der Schönheit keinen Abbruch – das Wasser war so türkisblau wie auf den Malediven. Ich suchte mir ein ruhiges Plätzchen am Plage des Sablettes und ließ die Wellen sanft über meine Füße rollen. Direkt hinter mir erstreckte sich die Altstadt mit ihren pastellfarbenen Häusern, die im Licht der Mittagssonne besonders intensiv strahlten. Die Kombination aus azurblauem Meer, hellen Fassaden und grünen Palmen machte diesen Moment fast surreal schön.
Der Markt von Menton – Ein Fest für die Sinne
Gegen Mittag zog es mich in Richtung des Marché des Halles, dem Markt von Menton. Ich wusste, dass er um 13 Uhr schließt, also beeilte ich mich. Schon beim Betreten des überdachten Marktes wurde ich von einem intensiven Mix aus Düften empfangen: frisch gebackenes Baguette, würziger Käse, duftende Kräuter, frischer Fisch und natürlich wieder – Zitronen! Ich probierte lokale Spezialitäten wie Barbajuan, eine Art gefülltes Teigtaschengebäck, und ließ mich von den Fischständen inspirieren, die frische Meeresfrüchte anboten. Es war der perfekte Ort, um das echte Menton kennenzulernen.
Aufstieg in die Altstadt – Atemberaubende Aussichten
Nach dem Marktbesuch war es an der Zeit, die Altstadt zu erkunden. Ich nahm die lange Treppe, die mich immer weiter nach oben führte. Die Rue Longue war gesäumt von kleinen Boutiquen, duftenden Bäckereien und gemütlichen Cafés, aus denen das Klirren von Kaffeetassen zu hören war. Während ich höher stieg, wurde der Ausblick immer spektakulärer. Oben angekommen, hatte ich einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt, das Meer und die dahinter liegenden Berge. Ich blieb eine Weile stehen, genoss die Szenerie und ließ die Schönheit dieses Ortes auf mich wirken.
Zitronen überall – Ein Paradies für Feinschmecker
Beim Abstieg kam ich an zahlreichen Läden vorbei, die sich ganz den Zitronen verschrieben hatten. In einem kleinen Feinkostladen entdeckte ich Limoncello, hausgemachte Zitronenmarmelade und Zitronenkonfekt, alles mit den berühmten Menton-Zitronen hergestellt. Ich probierte eine frisch gepresste Zitronenlimonade – eisgekühlt und so erfrischend, dass ich mir gleich eine zweite Flasche mitnahm.
Während ich weiter durch die kleinen Gassen schlenderte, machte ich eine kuriose Entdeckung: Ein russischer Laden mitten in Menton! Das hatte ich nicht erwartet. Ich trat ein und war überrascht von der Auswahl: russischer Kaviar, Pelmeni, Borodinsky-Brot – ein Stück Russland in Südfrankreich. Ein unerwartetes, aber lustiges Erlebnis.
Abschied von Menton – Ein Ort, den man erlebt haben muss
Nach einem letzten Spaziergang entlang der Promenade und einem kurzen Blick auf die vorbeiziehenden Yachten war es an der Zeit, Menton zu verlassen. Ich setzte mich ins Auto, drehte mich noch einmal um und wusste: Das war nicht mein letzter Besuch hier. Die Kombination aus Zitronengärten, mediterranem Meer, historischer Altstadt und kulinarischen Highlights macht Menton zu einem perfekten Reiseziel.
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